Somatic Experiencing (kurz SE) wurde von Dr. Peter Levine entwickelt. Die Grundlage hat er aus der Tierwelt entnommen. Er hat erkannt, dass viele Reflexe (wie z.B. das Totstellen oder die Flucht) instinktiv und überlebensnotwendig sind. Durch schwere Ereignisse wie Unfälle, Missbräuche, Gewalteinwirkungen u.a. werden automatische Schutzreflexe im Körper eingesetzt. Diese haben die Funktion, von weiteren Gefahren zu schützen. Entsprechend reagiert unser Körper auch nach dem Ereignis mit ständiger Verspannung oder psychosomatischen Störungen. Auch die Psyche kann darüber hinaus in Mitleidenschaft gezogen werden.
Der Sinn von SE ist, dass Traumata aufzuspüren und mit bestimmten Techniken schrittweise abzubauen.
Wichtig zu Wissen
Traumata müssen nicht zwingend direkt nach dem Ereignis in Erscheinung treten! Vielfach kommen Symptome erst nach Wochen, Monaten oder gar Jahren zum Vorschein. Dabei können Symptomatiken auftreten wie: Depressionen, Migräne, Rückenschmerzen, Schlafschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen, Ängste, Panikattacken, Überempfindlichkeit u.v.m. Ärzte sind meist mit traumatischen Klienten überfordert, daher wird sehr schnell zu Psychopharmaka gegriffen. Anerkennung zu erhalten und ernst genommen zu werden, ist für Betroffene vielfach mit einem langen und harten Weg verbunden.
Wichtig ist seine Symtomatiken ernst zu nehmen und eine entsprechende Behandlung einzuleiten.
Der Anwendungsbereich des SE
Grundsätzlich wird sie überall dort angewendet, wo tragische und schmerzliche Erfahrungen gemacht wurden. Das können Stürze, schwere Operationen, Vergewaltigung, Unfälle, Katastrophen, Krieg etc. sein. Durch die stetige Entladung des Nervensystems, ermöglicht es dem Körper wieder seinen Ursprung zu erreichen. Aus dem Gefühl von Erstarrung wird wieder eine bestimmte Lebensqualität.
Was geschieht bei SE?
Oftmals wird der intensive Austausch von Körper und Geist in Träumen oder plötzlich aufkommenden Bildern verarbeitet. Nicht selten werden bei Sitzungen Reaktionen beobachtet wie Schweissausbrüche, schaudern u.a. In besonders schwierigen Fällen ist es angebracht, eine psychologische Begleitung als Unterstützung hinzuzuziehen. Traumata können mit SE besonders behutsam angegangen werden.
Video zu diesem Thema
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Was Sie selbst tun können
Eine Selbstanwendung von SE ist nicht zu empfehlen. Bei Entladungen wird vielfach der Schutzmechanismus zum Vorschein kommen. Dadurch kann bei unsachgemässer Berhandlung das Traumata noch verstärkt werden.
Eine sehr vereinfachte Form der Übung können Sie bei der Polarity finden.Hierbei möchte ich nochmals erwähnen, dass solche Übungen mit schweren Traumata nur über einen erfahrenen Therapeuten erfolgen sollte!
In der Chinesischen Medizin wird Akupunktur für das Auflösen von Trauma eingesetzt. Ebenso sind Kräuter hier bestens geeignet. (Hier der Link). Für eine Selbstanwendung wird Literatur angeboten wie "Den Spuk beenden". Dabei wird mit bestimmten Sätzen auf Akupunktur-Punkte "geklopft". Damit wird erreicht, dass im Körper eine "Neuprogrammierung" stattfindet.
Kosten der Therapieart
Ein SE-Sitzung kostet zwischen CHF 100.- und CHF 150.- in der Stunde. Sie wird meist mit Zusatzversicherung von der Krankenkasse übernommen.
Literatur
Name
Autor
ISBN
Trauma - Heilung
Peter A. Levine
3922026915
Den Spuk beenden
Roger J. Callahan - Joanne Callahan
3932098919
Weitere Fachliteratur finden Sie auf folgenden Web-Seiten:
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