Osteopathie
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Die Osteopathie zählt zu den komplementärmedizinischen Behandlungsformen. Der Entwickler dieser Therapieform ist der Arzt Andrew Taylor Still (1818 bis 1917). Die Osteopathie wurde Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. George V. Webster schrieb im Jahre 1921 folgendes:
"Osteopathie ist das Wissen um die Struktur, Beziehung und Funktion jedes Teils des menschlichen Körpers. Angewandt auf die Regulation oder Korrektur all dessen, was die harmonische Funktion stört.".
Die Osteopathie weist eine Ähnlichkeit mit der Chiropraktik auf. Die Methode geht davon aus, dass bei einer Fehlfunktion in der Struktur, die Selbstheilungskräfte beeinträchtigt sind und somit einen Einfluss auf den Gesundheitszustand haben. Dieses Wissen wird angewandt, um das vernetzte Steuer- und Regelsystem unseres Körpers in allen Funktionskreisläufen wie z.B. Verspannungen, Bewegungsfreiheit der Gelenke, Schlaf - und Wachrhythmus u.v.a. des Organismus wieder optimal in Fluss zu bringen.
Die grosse Aufgabe liegt darin alle Funktionen ins Gleichgewicht zu bringen. Der Osteopath wirkt somit auf die lebenswichtigen Bewegungen ein. Dies geschieht durch leichte und gezielte Einflüsse wie Druck oder Dehnung. Dadurch werden die Funktionen des Körpers so gestärkt, dass die Selbstheilungskräfte optimal eingesetzt werden können.
Das Anwendungsgebiet der Osteopathie
Funktionale Störungen des Bewegungsapparates
- Wirbelsäulebschwerden, Schmerzen im Bereich Rücken- Nacken- Knieschmerz, Fehlhaltungen und Belastung
- Allgemeine Muskelschmerzen, Nackensteifheit, Sprunggelenke, Knie, Hand usw.
- Nach einem Schleudertrauma, Stürzen, Verstauchungen oder Verrenkungen
- allgemeine funktionelle Bewegungseinschränkungen
- Stress, teilweise auch Depressionen
Bauch- und Brustbeschwerden
- saures Aufstossen, Reizdarm, Blähungen
- Schwindel, Müdigkeit, Durchschlafprobleme
Frauenleiden
- Bei Dammverletzung, Kaiserschnitt, nach OP
- Beckenbodenproblemen, Unterleibsproblemen
Im Säugling oder Kindesalter
- Fehlhaltungen, Fehlstellungen der Beine oder Füsse, schiefe Haltung
- Verdauungsbeschwerden, Unruhe
Beschwerdenbereich Kopf
- Migräne, trockene Schleimhaut, Koordinationsprobleme der Augen, chronische Beschwerden im Ohrbereich
- Spannungskopfschmerz, Stimme, Kieferknacken u.v.a.
Neurologische Beschwerden
- Ischias, Hexenschuss, "Ameisenkribbeln", Ziehen
- Veränderungswahrnehmungen bei Po, Bein, Schulter, Arme, Hand usw.
Es wird vorausgesetzt, dass die genannten Symptome nicht organischen Ursprungs sind.
Anwendungseinschränkungen
- Wenn Fehlstellungen einen organischen Krankheitsursprung haben (Arzt kontaktieren)
- Kein Ersatz für ärztliche Anweisungen
- Schwere Depressionen
Die Liste ist nicht vollständig.
Was Sie selbst tun können
Osteopathie unterstützt Ihre Selbstheilungskräfte. Hierzu kann in Masse Fitness, gesunde Ernährung, ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr sehr viel bewirken. Nicht zu unterschätzen ist, dass genügend getrunken wird (min. 2-3 Liter) in der Rekonvalenzzeit . Somit wird gewährleistet, dass genügend Wasser im Körper ist, um die Giftstoffe auszuscheiden.
Kosten der Therapieart
Vielfach wird in der Osteopathiebehandlung eine Anwendungsdauer von ca. 1/2 h berechnet. Der Stundenansatz beträgt ca. CHF 120.-. Sie wird von den meisten Krankenkassen übernommen.
Literatur
| Name |
Autor |
ISBN |
| Osteopathie | Siegbert Tempelhof | 9783774255890 |
| Das Becken aus osteopathischer Sicht | Guido F. Meert | 3437564714 |
Weitere Fachliteratur finden Sie auf folgenden Web-Seiten:
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