Diese immergrüne Konifere trifft man überall bei uns an, speziell in Mooren und Heiden, von der Ebene bis ins Hochgebirge bis 3500 m. Man sammelt die Scheinfrüchte, die eigentlich gar keine Beeren sind, sondern nur fleischig gewordene Fruchtblätter. Wacholder darf nicht mit dem Sadebaum (giftige Beeren) verwechselt werden. "Wacholderbeeren" enthalten Juniperin, ca. 1% ätherisches Öl (vorwiegend Terpene), Gerbstoffe, Harz, Essig- und Ameisensäure, Pentosane, Kalium, Kalzium und Mangan. Dieser Wirkstoffkomplex wärmt, löst Verkrampfungen, reinigt Blut, Magen, Darm und Lunge, wirkt als Muntermacher, ist harntreibend, desinfizierend und stoffwechselanregend. Wacholder wird verwendet um bei Gicht und Rheuma die harnsauren Salze besser auszuscheiden, bei Ödemen, Wassersucht und Schwellungen regt es die Nieren an. Es unterstützt eine Abmagerungskur. Die Scheinbeeren werden auch bei Bronchitis zur Entspannung der Atemwege verschrieben.
Vorsicht: Bei Nierenentzündungen und Nephrose. Nicht überdosieren. Stimuliert den Uterus und sollte während der Schwangerschaft gemieden werden, denn er könnte abortiv wirken.
Tee
1 El in 0,3 Liter Wasser aufkochen und 10 min ziehen lassen. Drei mal tägl. vor dem Essen.
Kapseln
3-6 Kapseln tägl. mit viel Wasser 250 mg/Kapsel
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Nicht in der Schwangerschaft und bei entzündlichen Nierenerkrankungen anwenden.
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Die Erfahrung zeigt, dass es viel bequemer ist bei einer Beschwerde einfach eine Tablette oder ein Zäpfchen einzunehmen und das innerhalb von wenigen Minuten oder Stunden das Symptom verschwunden ist. In der Naturmedizin ist das oftmals eine Therapie mit einiger Mühe verbunden - jedoch einer Mühe, die sich bei Ihrem Körper auszahlt!
Es muss darauf hingewiesen werden, dass die hier vorgestellten Wirkstoffe bei einer möglichen Einahme vorerst mit einer Fachkraft abgesprochen werden sollen. Zeigt sich das Krankheitsbild unklar, verstärken sich die Symptome oder werden die Leiden chronisch, ist es unumgänglich eine Fachkraft wie z.B. einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen.
Wichtig ist es zu verstehen, dass pflanzliche Mittel nicht immer harmlos und ohne Risiken verbunden sind. Wird zuviel der an sich richtigen Heilpflanze eingenommen oder falsch angewendet, kann durchaus eine schädliche Wirkung herbei geführt werden.
Bis eine natürliche Arznei wirkt, dauert es manchmal etwas länger, sie greifen dafür weniger in das ganzheitliche System ein und unterstützen die Selbstheilungskräfte.
Literaturnachweis: naturheilkunde - kurz und bündig / Verlag: www.sanat.tv / ISBN 3-9521098-4-3
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