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Silberweide (Salix alba)

Silberweide (Salix alba)

Bewertung 6  
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Stichwort

Bekannt von Salicylsäure

Anwendung


Rheuma, Muskelschmerzen, Muskelrheuma, Hautgeschwür, Schuppenflechte, Kopfschmerzen, Migräne, Ischias, Arthritis, Infekte (grippale), Nervosität, Neuralgien, Herzinfarkt (vorbeugend), Ödeme

Bezug zur Psyche


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Beschreibung

Es gibt etwa 300 Weiden-Arten in Europa, vom Strauch bis zum stattlichen Baum. Die Zweige sind wegen ihrer Biegsamkeit bei den Korbflechtern beliebt. Schon Hippokrates schätzte die Wirkung der Silberweide als schmerzlindernd. Heute weiss man, dass in der zweijährigen Rinde Salicin enthalten ist, das im Körper zu Salicylsäure oxydiert. Salicylsäure ist ein Grundstoff von Schmerzmitteln, wie Aspirin, das früher u.a. aus Silberweide gewonnen wurde. 1838 gelang es Professor Piria in Pisa und Turin Salycilsäure rein herzustellen. Seit 1897 wird sie synthetisch produziert und ist seither aus der Medizin nicht mehr wegzudenken. Zusammen mit anderen Wirkstoffen wie Populin, Gerbstoff, Triandrin, Vimalin und Flavonide ist Silberweide fiebersenkend, antirheumatisch, entzündungshemmend, schmerzstillend, harnsäureausscheidend und antibakteriell. Die Silberweide war eine der ersten Pflanzen, die wissenschaftlich untersucht wurde. Sie wird bei Rheuma und Arthritis eingesetzt, senkt Fieber, lindert Neuralgien, Kopfschmerzen, Kolliken und allgemeine Schmerzen. Obige Indikationen könnten also noch erweitert werden. Bei Migräne kombiniert man am besten mit Mutterkraut, im Wechsel mit Mädesüss (siehe Wiesenkönigin).

Ein wenig Geschichte: 1827 isolierte Leroux, ein französischer Apotheker, aus der Rinde einer Weidenart, lat. Salix purpurea, Salicin, das mit der Salicilsäure der Wiesenkönigin verwandt ist. Im 19.Jahrhundert wurde folglich aus verschiedenen Pflanzen Salicilsäure gewonnen und gegen Krankheiten wie Neuralgien, Ischias, allgemeine Schmerzen und gegen Krankheiten des rheumatischen Formenkreises eingesetzt. Bei Überdosierungen dieses extrahierten Wirkstoffes stellte man aber Irritationen im Verdauungstrakt fest.. "Bayer" lancierte im Jahre 1889 eine grosse Werbekampagnie für ein Medikament unter dem Namen Aspirin (A - wie acetil, spirin - wie spirea). Am 10. Oktober 1897 wurde erstmals im Auftrag von "Bayer" Acetil-Salicilsäue synthetisch hergestellt. Jetzt konnte das Medikament den Siegeszug um die Welt antreten ...

Anwendung und Zulassungsbestimmungen


Kapseln
3-9 Kapseln tägl. mit viel Wasser 200 mg/Kapsel

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Fundort und Fundstelle (in der Natur)

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Nebenwirkungen und Anwendungseinschränkung

Kontraindikation: Bei Salicylsäure-Allergien, Magen-Darm-Beschwerden und in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

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Die Erfahrung zeigt, dass grundsätzlich mit der Schulmedizin schneller eine Beschwerde (z.B. mit einer Tablette) verschwinden lässt. In der Naturmedizin ist eine Therapie oftmals mit einiger Mühe verbunden - jedoch einer Mühe, die sich bei Ihrem Körper auszahlt!
Es muss darauf hingewiesen werden, dass die hier vorgestellten Wirkstoffe bei einer möglichen Einahme vorerst mit einer Fachkraft abgesprochen werden sollen. Zeigt sich das Krankheitsbild unklar, verstärken sich die Symptome oder werden die Leiden chronisch, ist es unumgänglich eine Fachkraft wie z.B. einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Wichtig ist es zu verstehen, dass pflanzliche Mittel nicht immer harmlos und ohne Risiken verbunden sind. Wird zuviel der an sich richtigen Heilpflanze eingenommen oder falsch angewendet, kann durchaus eine schädliche Wirkung herbei geführt werden.

Bis eine natürliche Arznei wirkt, dauert es manchmal etwas länger, sie greifen dafür weniger in das ganzheitliche System ein und unterstützen die Selbstheilungskräfte.

Bild- und Quellennachweis

Literaturnachweis: naturheilkunde - kurz und bündig / Verlag: www.sanat.tv / ISBN 3-9521098-4-3

Statistik

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