Der immergrüne, sehr langsam wachsende Olivenbaum (Olea europaea) blüht je nach Standort in der Zeit von Ende April bis Anfang Juni. Die meisten Sorten sind selbstbefruchtend, wobei Fremdbestäubung den Ertrag zumeist erhöht. Nach der Befruchtung bildet sich aus der Blüte die begehrte Kernfrucht, die Olive. Eine grüne Olive ist noch nicht reif, erst die schwarze hat ihren Reifungsprozess vollendet. Eine Olive besteht durchschnittlich aus 50 % Wasser, 22 % Öl, 19,1 % Zucker, 5,8 % Zellulose und zu 16,0 % aus Proteinen. Vor dem Verzehr werden die Bitterstoffe der Oliven durch das Einlegen in Wasser ausgeschwemmt. Zuvor sind sie nicht geniessbar. Die Blätter des Olivenbaums zeichnen sich durch ihre unterschiedliche Färbung auf Ober- und Unterseite aus. Oben sind sie graugrün und an der Unterseite silbrig glänzend. Hier befinden sich kleine Härchen, die den Baum vor dem Austrocknen schützen. Dr. Mazet aus Nizza hat als erster beschrieben, dass Olivenbaumblätter den Blutdruck senken können. Dies wird auf den Wirkstoff Oleuropeosid, ein Glykosid und cholin-ähnliche Substanz, zurückgeführt. Die Blätter werden bei arteriellem Bluthochdruck, Blutdruckschwankungen und Herzklopfen mit Erfolg angewendet. Auch können sie, dank des reichlich vorhandenen Chlorophylls, vorbeugend gegen Arteriosklerose eingenommen werden. Sie wirken ausserdem diuretisch und können bei Wasser im Gewebe und Ödemen eingesetzt werden.
Bitte beachten Sie: Zum Teil können die Olivenbaumblätter eine lokale Reizwirkung auf den Magen auslösen. Bitte nehmen Sie sie nach dem Essen ein. Olivenöl, aus der Frucht gewonnen, ist vor allem wegen seines hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren ein wertvolles Lebensmittel zur Regulierung der Blutfettwerte.
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Quellennachweis: health4life.ch
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