Vom Holunder ist vieles brauchbar: Blätter, Beeren, Blüten und die innere Rinde. Der Strauch gehört zu den wenigen Pflanzen, die schon in vorgeschichtlicher Zeit bekannt waren. Den alten Germanen war er heilig, da man glaubte, eine Göttin würde in den Blüten wohnen. Holunder ist in ganz Europa heimisch, man findet ihn aber auch in West-, Mittelasien und Nordafrika. Man sammelt von Wildbeständen die innere Rinde, die die meisten wertvollen Inhaltsstoffe besitzt. In der Volksheilkunde wird die Rinde als Diuretikum und bei übermässigem Schwitzen verwendet. Gegen winterliche Erkältungskrankheiten wie Schnupfen, Husten, entzündliches Fieber und grippale Infekte werden auch gute Erfolge erzielt. Dies wird auch den Blüten zugeschrieben, aus welchen man Tees zubereiten kann. (Die Blütendolden, in Teig getaucht und in Fett gebacken, sind eine nicht alltägliche Leckerei für die Kaffeetafel).
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Es muss darauf hingewiesen werden, dass die hier vorgestellten Wirkstoffe bei einer möglichen Einahme vorerst mit einer Fachkraft abgesprochen werden sollen. Zeigt sich das Krankheitsbild unklar, verstärken sich die Symptome oder werden die Leiden chronisch, ist es unumgänglich eine Fachkraft wie z.B. einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen.
Wichtig ist es zu verstehen, dass pflanzliche Mittel nicht immer harmlos und ohne Risiken verbunden sind. Wird zuviel der an sich richtigen Heilpflanze eingenommen oder falsch angewendet, kann durchaus eine schädliche Wirkung herbei geführt werden.
Bis eine natürliche Arznei wirkt, dauert es manchmal etwas länger, sie greifen dafür weniger in das ganzheitliche System ein und unterstützen die Selbstheilungskräfte.
Literaturnachweis: naturheilkunde - kurz und bündig / Verlag: www.sanat.tv / ISBN 3-9521098-4-3
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