Folsäure zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen und gehört zur Gruppe der B-Vitamine.
Seinen Namen bekam das Vitamin 1941. Damals wurde die Substanz aus vier Tonnen Spinatblättern isoliert und nach dem lateinischen Wort für Blatt folium benannt.
Im Stoffwechsel wirken Folsäure und Vitamin B12 eng zusammen, deshalb wird bei Folsäuremangel meist auch Vitamin B12 verabreicht.
Es ist zuständig für die Blutbildung, Herstellung der Erbsubstanz und damit für das Wachstum und die Vermehrung von Zellen.
Besonders gute Folsäurelieferanten sind jedoch grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Brokkoli, Weizenkeime, Nüsse, Vollkornprodukte, Fleisch, Leber, Milch und Milchprodukte sowie Eier. Die Folsäure liegt in der Nahrung zum Grossteil (75%) in gebundener Form vor, welche vom Körper nur schlecht resorbiert werden kann, so dass nur 40% der Folsäure einer Mischkost dem Körper zur Verfügung stehen.
Verhütung anderer Missbildungen, wie angeborene Herzfehler, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten ("Hasenscharten"), Fehlbildungen der Harnwege, Verschluss des Darmausganges, Extremitäten-Missbildungen
Es vermindert Leukämiegefahr bei Kindern von Müttern, die während der Schwangerschaft Folsäure zu sich genommen haben.
Es liegen viele experimentelle Studien an Tieren und an menschlichen Zelllinien vor, die eine günstige Wirkung von Folsäure auf die Krebsentstehung aufdecken. Epidemiologische Untersuchungen bestätigen diese theoretischen Erkenntnisse.
Die eindrucksvollsten Resultate liefert die amerikanische "Nurses Health Study", bei der jene Frauen, die seit 15 Jahren ein Folsäurepräparat einnahmen 75 % weniger Dickdarmkrebs aufwiesen.
Auch für Brustkrebs ergaben sich deutliche Reduktionsraten von 45%. Ähnliche Ergebnisse liegen für Gebärmutterhalskrebs vor.
Ein Zusammenhang zwischen dem Folsäure- und B12-Spiegel und der Alzheimerkrankheit ist schon seit längerer Zeit beobachtet worden. Ausserdem wurde in einer sehr soliden Untersuchung nachgewiesen, dass die Alzheimer-Krankheit, bzw. Altersdemenz sehr stark mit dem Homocysteingehalt zusammenhängt und dies schon Jahre vor Ausbruch der Krankheit. Menschen mit einem erhöhten Homozysteinspiegel haben ein doppelt so hohes Risiko, an Alzheimer zu erkranken.
Vorkommen:
Bohnen, Kopfsalat, Spargel, Spinat, Weisskohl, Spinat,Grünkohl, Sojabohnen, Endivie, Erbsen, Innereien, Hefe, Broccoli
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Quellennachweis: health4life
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