Die Pflanze wurde von Kolumbus und anderen Seefahrern aus Indoamerika nach Europa gebracht, und später auch aus Indien importiert. Der Hauptgrund jener Reisen war die Suche nach den Gewürzinseln im Indischen Ozean. Man fand aber Amerika und damit viele neue Nahrungsmittel und Gewürze, wie die Kartoffeln, Tomaten, den Mais, Paprika und deren Verwandte und den Cayenne-Pfeffer. Botanisch gesehen, hat Cayenne nichts mit Pfeffer zu tun und als Gewürz nur die Schärfe gemeinsam. Bei den Criollos von Bolivien und Peru spielen die brennend-scharfen Capsicum-Arten seit jeher eine wichtige Rolle bei der Speisezubereitung, wie auch bei den Mannbarkeitsriten (erhöht den Blutstrom). Wir kennen Cayenne als scharfes Gewürz. Es fördert die Verdauung, lindert Magen-, Darmbeschwerden und kann bei Herzproblemen Linderung verschaffen. Es werden auch Erfolge bei akuten Herzbeschwerden, ja sogar bei Herzattacken gemeldet. Im akuten Fall vermögen 2-3 Cayenne-Kapseln - oder das Pulver - mit warmem Wasser eingenommen, den Anfall sofort zu lindern. Regelmässig angewandt stärkt Cayenne die Abwehrkräfte und lindert Frösteln (ein Kältegefühl am ganzen Körper), da er wärmt und den Blutkreislauf anregt. Cayenne ist reich an Vitamin A, C, PP, B-Komplex, Carotin, Kalzium, Kalium, Phosphor und Eisen. Verantwortlich für diese Schärfe ist das Alkaloid Capsiacin. Cayenne gleicht den Blutdruck aus, verbessert die Gerinnungsfähigkeit des Blutes, wirkt antibiotisch und antiviral, fördert den Leberstoffwechsel und den Gallenfluss. Jüngste Untersuchen lassen vermuten, dass Cayenne bei Gürtelrose und Migräne schmerzstillend wirkt. Das Gewürz wird durch das Trocknen und Pulverisieren der Früchte gewonnen. In unseren Breitengraden sollte die Steigerung bis zur Höchstdosis langsam erfolgen und anschliessend nur kurzfristig angewendet werden. Beim eventuellen Auftreten einer starken Reaktion bringt ein geraffelter Apfel sofortige Besserung. Schwangere und Nierenkranke sollten Cayenne nicht in therapeutischen Dosen verwenden. Augenkontakt vermeiden und nicht in offene Wunden streuen. Indische Studien zeigten, dass erst regelmässige Dosierungen ab 800 mg täglich (unter normalen Umständen nie verwendete Dosierungen) die Magenschleimhaut angreifen kann. Verfeinern Sie daher Ihr Essen immer mit einer Prise Cayenne !
Anwendung und Zulassungsbestimmungen
Keine Angaben
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Nebenwirkungen und Anwendungseinschränkung
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Gut zu Wissen
Die Erfahrung zeigt, dass es viel bequemer ist bei einer Beschwerde einfach eine Tablette oder ein Zäpfchen einzunehmen und das innerhalb von wenigen Minuten oder Stunden das Symptom verschwunden ist. In der Naturmedizin ist das oftmals eine Therapie mit einiger Mühe verbunden - jedoch einer Mühe, die sich bei Ihrem Körper auszahlt!
Es muss darauf hingewiesen werden, dass die hier vorgestellten Wirkstoffe bei einer möglichen Einahme vorerst mit einer Fachkraft abgesprochen werden sollen. Zeigt sich das Krankheitsbild unklar, verstärken sich die Symptome oder werden die Leiden chronisch, ist es unumgänglich eine Fachkraft wie z.B. einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen.
Wichtig ist es zu verstehen, dass pflanzliche Mittel nicht immer harmlos und ohne Risiken verbunden sind. Wird zuviel der an sich richtigen Heilpflanze eingenommen oder falsch angewendet, kann durchaus eine schädliche Wirkung herbei geführt werden.
Bis eine natürliche Arznei wirkt, dauert es manchmal etwas länger, sie greifen dafür weniger in das ganzheitliche System ein und unterstützen die Selbstheilungskräfte.
Bild- und Quellennachweis
Literaturnachweis: naturheilkunde - kurz und bündig / Verlag: www.sanat.tv / ISBN 3-9521098-4-3
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