Beifuss ist ein aromatisches bis 150 cm hohes Kraut, das sich auf brachem Land heimisch fühlt. Dr. Antonio Campana schrieb im Farmacopea ferrarese: "Beifuss oder Wermut ... Diese zwei Artemisia-Arten haben viele Bitterstoffe, die magenaktivierend, verdauungsfördernd und gegen periodisch auftretendes Fieber mit gutem Erfolg eingesetzt werden können." Beifuss, auch wilder Wermut genannt, wird bei den gleichen Indikationen eingesetzt wie Wermut, nur wirkt Beifuss milder. Im Mittelalter wurden die Blüten als Gewürz verwendet. Unter fette Speisen mischte man Beifuss, da er durch seine gallentreibende Wirkung die Verdauung unterstützt. Bei Verdauungsstörungen regt Beifuss die Verdauungssaft-Produktion an, der Gallenfluss wird gefördert und die Gallenproduktion der Leber gesteigert, was nach schweren und fetten Essen eine förderliche Hilfe für die Verdauung darstellt. Die Sprossteile des Wermuts treiben Darmwürmer aus, regen den Appetit und die Lebertätigkeit, aber auch den Uterus an. Sie werden daher traditionellerweise während den Geburtswehen eingesetzt.
Wirkstoffe: Bitterstoffe, ätherische Öle, Inulin, Thujon, Vitamine A,B,C.
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Es muss darauf hingewiesen werden, dass die hier vorgestellten Wirkstoffe bei einer möglichen Einahme vorerst mit einer Fachkraft abgesprochen werden sollen. Zeigt sich das Krankheitsbild unklar, verstärken sich die Symptome oder werden die Leiden chronisch, ist es unumgänglich eine Fachkraft wie z.B. einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen.
Wichtig ist es zu verstehen, dass pflanzliche Mittel nicht immer harmlos und ohne Risiken verbunden sind. Wird zuviel der an sich richtigen Heilpflanze eingenommen oder falsch angewendet, kann durchaus eine schädliche Wirkung herbei geführt werden.
Bis eine natürliche Arznei wirkt, dauert es manchmal etwas länger, sie greifen dafür weniger in das ganzheitliche System ein und unterstützen die Selbstheilungskräfte.
Literaturnachweis: naturheilkunde - kurz und bündig / Verlag: www.sanat.tv / ISBN 3-9521098-4-3
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